Dr. Micha Kucharczyk, Unfallchirurg und Sportarzt 

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Chronische Bandscheibenprobleme

Chronische Beschwerden

Bandscheibenschaden

Kurzbeschreibung: Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus dem Gallertkern der Bandscheibe aus, wodurch Nerven eingeklemmt werden.

 

Beschreibung

Zwischen zwei Wirbelkörpern der Wirbelsäule befindet sich eine knorpelige Verbindung, die man als Bandscheibe bezeichnet. Diese besteht aus einem bindegewebigen, knorpeligen Außenring und dem inneren Gallertkern.

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man die plötzliche oder langsam zunehmende Verlagerung, bzw. den Austritt von Gewebe des Gallertkerns einer Bandscheibe.

Hierbei kann es durch den Druck auf Nervenwurzeln zu Schmerzen, Lähmungen und / oder Gefühlsstörungen kommen.

 

Therapie

Wie bei vielen Erkrankungen steht zur Therapie eine konservative und operative Behandlung offen. Welche Therapieform zum Einsatz kommen sollte, muss immer individuell entschieden werden.

1. Konservative Therapie vom Bandscheibenvorfall

Außer bei akuten, massiven Vorfällen wird zunächst konservativ therapiert.

  • Zunächst wird die Wirbelsäule durch relative Bettruhe entlastet. Die Beschwerden können oft durch die sogenannte Stufenlagerung gemildert werden. Ist die Halswirbelsäule von einem Bandscheibenvorfall betroffen, so kann die Ruhigstellung über eine Halsmanschette erfolgen.
  • Die medikamentöse Therapie bringt Linderung des Schmerzes. Oft werden auch Medikamente zur Muskelentspannung verabreicht. Bei chronischen Schmerzen können auch Opiate eingesetzt werden.
  • Die Physiotherapie / Krankengymnastik stellt die wichtigste konservative Behandlung dar.  Durch die Kräftigung der Rückenmuskulatur wird eine verbesserte muskuläre Führung der Wirbelsäule erzielt. Dadurch wird eine Entlastung der Bandscheibe bewirkt.
  • Bei der periduralen Infiltration (PDI) bzw. der periradikulären Therapie werden unter computertomographischer Kontrolle schmerzstillende, entzündungshemmende Medikamente millimetergenau an die schmerzende Nervenwurzel verabreicht. Dadurch kommt es zu einer Eindämmung der um die Nervenwurzel stattfindenden „mechanischen Entzündung“ und zu einer Abschwellung des Nervs.

2. Operative Therapie vom Bandscheibenvorfall

Heutzutage wird die Indikation zur Operation nur noch zurückhaltend gestellt, da die Heilungs-Chancen durch die konservative Therapieformen sehr gut sind.

In der Regel wird nur bei akuten Vorfällen neurologischen Ausfällen wie Gefühlstörungen und Lähmungserscheinungen direkt zur Operation geraten.

Generell kann eine operative Therapie einen erneuten Vorfall nicht verhindern. Auch ein wucherndes Narbengewebe kann die operative Maßnahme in Frage stellen.

 
© (c) 2013 Dr. med. univ. Micha Kucharczyk