Dr. Micha Kucharczyk, Unfallchirurg und Sportarzt 

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Adduktorensyndrom

Akute Verletzungen

Leistenschmerz /Grazilisyndrom / Adduktorensyndrom

Kurzbeschreibung: Überlastungsschaden der Adduktorensehnen im Bereich der Hüfte.

 

 

Beschreibung

Der Betroffene klagt über Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen sowie häufig beim Einbeinstand (z.B. beim Anziehen), seltener auch beim Niesen.

Das Krankheitsbild beginnt  schleichend oder auch durch einen Ausfallschritt mit plötzlich stechendem Schmerz in der Leiste. Häufig betroffen sind Patienten bei Sportarten wie Fußball oder Eishockey.

Die Beschwerden können lokal auf der Verbindung der beiden Schambeine (Symphyse) oder einseitig am Schambeinknochen (Pubalgie) begrenzt sein. Die Schmerzen können auch in Leiste, Hüfte, Unterbauch oder in die Dammregion ausstrahlen.

Ein Ungleichgewicht der muskulären Ausprägung ist meist eine wesentliche Mitursache und muss behoben werden.

 

Therapie

Nach Diagnosestellung kann mit physikalischer Therapie wie z.B. Ultraschall  und Elektrotherapie begonnen werden.

Im Akutstadium ist die vorübergehende Einnahme von entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamente hilfreich.

Bei der physiotherapeutischen Behandlung konzentriert man sich auf die Kräftigung von Rumpf- und Beckenbodenmuskulatur sowie auf Dehnungsübungen der Adduktorenmuskulatur.

Im chronischen Stadium ist auch eine Injektion mit einem lokalen Betäubungsmittel und Cortison möglich. Je nach Stadium werden in der Literatur Erfolgsraten von über 80% beschrieben.

In der Regel erfordert die durchaus mehrere Monate andauernde Therapie sowohl von dem Sportler, als auch von Trainer- und Physiotherapeutenteam sehr viel Geduld. Schmerzauslösende Bewegungen sollten während der laufenden Therapie unbedingt
vermieden werden.

© (c) 2013 Dr. med. univ. Micha Kucharczyk